Beckov

Die Geschichte des Dorfs ist eng mit der Geschichte der Burg verbunden.Der kalkstein-dolomitische Fels am nordwestlichen Fuss von Považský Inovec und Turecký vrch am Rande von Weissen Karpaten grenzte die alte Handelsstrasse aus dem Donauregion zum Baltikum ab. Die Lokalität wurde von Kelten, Römern und Slawen besiedelt. Die Aufbau der Steinburg begann im 13. Jahrhundert. Aus dem Jahre 1208 haben wir die erste schriftliche Erwähnung von Beckov. Der Name Blundix heisst Labyrinth und der heutige slowakische Name Beckov geht vom Eigennamen Becko aus. Becko war ein Hofnarr und sein Name diente als Benennung für das Dorf unter der Burg.Beckov 1938.jpg

Dieses Dorf wurde im 11. Jahrhundert zum Ort des Wochenmarkts und des Sitzes der lokalen Pfarre. Die deutschen Immigranten wurden hierher von Matthäus Csak von Trenèín geführt. Sie brachten auch ihres deutsches Recht mit und die Ortschaft wurde von einem Bürgermeister mit beträchtlichen Kompetenzen verwaltet. Nach dem Tod von Matthäus Csak (1321) wurde Beckov zum Eigentum vom König Karl Robert und die Burg wurde von einem Kastellan verwaltet. Der Landbesitz und die Burg gehörten später dem Ritter Stibor von Stiboritz (um 1350 – 1414). Stibor liess die Burg modernisieren, erweitern und er verstärkte ihre Verteidigungsfunktion. Der Herzog erfreute sich der Zuneigung vom König Sigismund von Luxemburg und es könnte der Grund sein, warum es viele Legenden von Stibors Grausamkeit gab. Man sagt, dass er aus der Burg seinen Diener werfen liess, weil er Stibors Lieblingshund getötet hatte (das Tier hatte nämlich seine Ehefrau und seine Kinder attackiert). Stibor sollte ein Jahr nach diesem Ereignis am Schlangenbiss sterben. Die andere Legende erzählt, dass die Burg für Stibors Hofnarr Becko gebaut wurde, weil Becko die Gäste des Herzogs nach einer Jagd sehr gut unterhaltete. Später kaufte Stibor die Burg für sich selbst, denn er bewunderte das hochartige Gebäude. Einerseits haben wir die Legenden, aber andererseits gibt es auch historische Fakten, die ihn ganz anders beschreiben. Er war ein frommer, treuer und gerechter Herr des Waagregions, der Altersheime und Klöster begrunden liess. Nach seinem Tod erwarb den Landbesitz die Krone. In 1437 wurde Beckov dem Grafen Pavol Banffy aus Dolná Lindava gegeben. Die Banffy Familie verwaltete das Dorf und die Burg mehr als 200 Jahren. Beckov 1906.jpg

Beckov und das ganze Land litten unter den türkischen Invasionen und Bürgerkriegen. Die aristokratischen Familien entflogen aus den Südregionen und Beckov gewann neue Einwöhner. Vom 1648 wurde der Lanbesitz durch das Miteigentum verwaltet. In 1674 kamen hierher die ersten jüdischen Immigranten aus Mähren. Am Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Einwohner von den Invasionen der Kuruzzen, dem Pest (1680) und der religiösen Intoleranz gequält. Nur der positive Einfluss von Jakub Haško, der Prost von Nové Mesto nad Váhom und Bischof von Nitra war, beruhigte die komplizierte Situation.

IMG_0017.jpgIn 1712 wurden die Marktprivilegien von Beckov gestattet. Die Einwöhner von Beckov waren von einigen Zinsen in ganzem Land befreit. In 1714 mehr als 2000 Leute lebten in Beckov: 1167 Protestanten, 758 Katholiker und etwa 100 Juden (Trenèin hatte nicht mehr als 1800 Einwohner). In 1842 hatte das Dorf 1994 Einwohner und in 1910 nur 1425 Leute lebten in diesem Dorf. In 1907 wurde ein Telefonzimmer in Beckov errichtet und in 1913 eine neue Brücke über Waag eröffnet.