Čachtice (Schächtitz)

Cachtice 013.jpgIm Südwesten von Nové Mesto nad Váhom, am Grenzen von Kleinen und Weissen Karpaten, liegt das Dorf Čachtice. Über dem Dorf befindet sich die Ruine einer Burg, verbunden mit Legenden, die auch heute schrecken.

CAH12_000554.jpgDie alte Ansiedlung von Čachtice ist durch manche archeologische Ausgrabungen aus dem Neolit, der Späten Bronzezeit, oder Zeit des erstern Römischen Reichs beweist. Das Dorf wurde schriftlich zum ersten Mal in einem Dokument von Belo IV. aus dem Jahre 1248 erwähnt. Es wurde Čekče genannt und gehörte dem Herzogtum von Nitra (Neutra). In 1392 bekam das Dorf Privilegien mit dem Recht Märkte zu veranstalten. Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Dorf während der Türkischen Invasion geplündert. Das wichtigste Ereignis, das in Čachtice geschah und das sehr wichtige Stelle in der Slowakischen Geschichte hat, war die IV. und letzte Versammlung des Vereins Tatrín, die in der Pfarre von Jozef Urbanovský am 9/10 August 1847 stattfand. Die Anhänger von zwei verschiedenen Religionströmungen vereinigten sich um einen Kompromis zu finden und sie nahmen die Štúrsche Schriftsprache als nationale Schriftsprache an. Dieser Ort kombiniert die alte Geschichte befleckt mit den Missetaten von Elisabeth Bathory, die Herrin von der Čachtice Burg war, mit der neueren Geschichte und dem wichtigen Schritt von der Štúr-Gruppe – d.h. die Begründung von der Standardsprache der Slowakeier. Die Blutgräfin liess uns nur die Ruinen ihres Herrschafts über, an der anderen Seite errinert die Pfarre von Čachtice mit einer Gedenktafel das bedeutende Ereignis, das vor 167 Jahren geschah und das so wichtig für unsere Nation war.

Cachtice 008.jpgimg_4544.jpgIn der enzyklopädischen Literatur, die in vorigen Jahrzenten herausgegeben wurde, ist Čachtice als Städtchen, oder grössere Gemeinde mit dem wirtschaftlichen Charakter beschreibt. Die Quellen erwähnen auch exzeptionelle Weinbergkeller, die man in dem weiteren Gebiet kaum finden kann. Es ist interessant, dass es hinter manchen Kellern auch Katakomben gab. Diese Katakomben waren meistens geheim und sie dienten als Unterschlüpfe für die Leute und ihres Vermögen. Sie wurden im gelben Boden (der Löss) ausgegrabt, mit glatter Oberfläche und es gab romanische und gotische Gewölbe in ihnen. Diese Räume wurden nie vom Staat geschützt. Heute sprechen wir von den Katakomben als von den ehemaligen Denkmäler, weil sie heutzutage an meisten Orten verschüttet und für den Besucher gefährlich sind.

7.jpgIn der letzten Zeit wurde das Dorf durch den Film von Juraj Jakubisko popularisiert. Der Film Bathory bot eine neue Interpretation der Geschichte an. Čachtice wurde nicht nur bei uns, sondern auch im Ausland populär. Dieses schönes Dorf, so reich an Geschichte und wunderbare Natur, gehört zu den schönsten Orten in der Slowakei.

 

 

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