Elisabeth Bathory

Elisabeth Bathory wurde in 1560 geboren. In den Geschlechter ihrer Eltern gab es bedeutende Persönlichkeiten von Ungarn. Einer von ihnen, Štefan Bathory, der Onkel von Elizabeth, wurde der König von Polen. Einige Mitglieder der Bathory Familie litten an psychische Störungen, sie inklinierten zur Gewaltsamkeit, Unmenschlichkeit und Perversität. Elisabeth verheiratete sich mit Ferenc Nadasdy am 8. Mai 1675. Das Ehepaar lebte an verschiedenen Orten – Beckov, Èachtice, Wien, Bratislava, Piešany ... Die Legenden sagen, dass Elizabeth eine gut ausgebildete, attraktive und einflussreiche Frau war. Sondern sie die Neigung zum Sadismus hatte. Das war der Hauptgrund, warum manche junge Mädchen (vor allem die Jungfrauen) leiden mussten. Sie wurden von Elizabeth gequält und man sagt, dass Elizabeth in ihrem Blut badete, um sich die ewige Jugend zu erhalten.

Štefan Èáki

Miteigentumer des Landbesitzes von Tematín, der Königliche Richter, der höchste Militärkommandant des oberen Ungarns, Erbgaugraf von Spiš. In 1683 nahm er an der Verteidigung von Wien gegen Türken teil. Leopold I. bestätigte seine Besitzrechte in 1693.

Ján Dualský

b1056500.jpg(16. 1. 1808 Senica – 22. 3. 1881 Nitra), römisch-katholischer Priester und bekannter Regionalhistoriker, der in Beckov wirkte. Sein Vater Ján war ein Notar in Senica, seine Mutter Katarína wurde als Nasová geboren. Er studierte am Gymnasium in Nitra, wo er auch Theologie absolvierte. In Jahren 1830-1835 war er als Erzieher beim Baron Jozef Medòanský angestellt. Später in Jahren 1835-1839 arbeitete er als Kaplan in Trneèín und als Pfarer in Opatová nad Váhom. Er kehrte sich nach Beckov als Pfarrer in Jahren 1844-1870 zurück. In 1871 wurde er Kanoniker in Nitra und in Beckov wurde er durch Martin Medòanský ersetzt.
Er ist als der Autor der ersten Monografie über Beckov wahrgenommen – Historia arcis et oppidi Beczkó, 1856. Manuskript der Monografie (1) befindet sich im Archiv des Bistums von Nitra. In 1857 veröffentlichte er einige Teile vom Ladislav Revays Tagebuch aus Jahren 1600-1605 und in 1873 wurde sein Büchlein über die Burg und Stadt Nitra veröffentlicht, Nyitra vár és város történelmi vázlata.
Verweisungen
1) Gedenkbuch von Beckov, 1939, S. 5: Jan Dualský beschreibt ausführlich die Geschichte von Beckov , der Burg und der Familie Stibor. Dieses Buch befindet sich angeblich im Bistum von Nitra, aber der Öffentlichkeit ist es nicht zugänglich. Der Text befindet sich auf einem Foto aus der Gemeindekronik. Archiv der Gemeindekronik von Beckov.

Jakub Haško

jakub_hassko_1622-1695_-_biskup.jpgDer Propst von Nové Mesto nad Váhom, Bischof von Nitra, Nationalaktivist und Geldgeber (27. 4. 1622 Trubín – 19. 10. 1695 Nové Mesto nad Váhom).
Jakub Haško kam aus der Familie eines Waldarbeiters. Er verbrachte seine Kindheit in Trubín (Žiar nad Hronom), er war ein Ministrant bei lokalem Pfarrer Michal Antonides, der ihn lesen und schreiben lehrte und ihn dem damaligen Kanoniker von Trnava Juraj Szelepchényi vorstellte. Szelepchényi entschied sich den degabten Jungen zu unterstützen. Er absolvierte das Gymnasium in Trnava in Jahren 1647-1651 und Pazmaneum in Wien und er wurde Priester. Zwei Jahren wirkte er in Liptovský Ján als Kaplan und von 1653 wirkte er in Smolenice. In 1659 lernte er die Familie des Grafen Ferenc Nadasdy kennen. Aus Nadasdys Wille verlass er Modra nach kurzer Wirkung und übersiedelte nach Èachtice. Für die lokale Pfarre waren seine Aktivitäten sehr nutzbar. Wegen der Beantragung von Juraj Szelepèényi zog er sich in 1665 nach Trnava um. Er wurde Prediger von slowakischen Katholikern, für die er das erste Gebetsbuch in der Slowakischen Sprache ausdrückte – Das Buch der religiösen Gebete von Ján Abrahamfi wurde in 1693 in Trnava veröffentlicht. Der neue Erzbischof von Esztergom Juraj Szelepchényi setzte sich in 1666 für Haškos Übersiedlung nach Nové Mesto nad Váhom ein. Haško bekam einen freien Platz an der Propstei. Haškos Wirkung in Nové Mesto nad Váhom (Neustadt am Waag) war sehr erfolgreich. Finanziell vom Erzbischof Szelepchényi unterstützt, baute er die Kirche in Nové Mesto im barocken Stil um. Auch eine Kopie von Beckover Madonna wurde geschaffen. Das Original befand sich damals in Koryèany. Er sorgte sich für höhere Qualität der Neustadtlichen Schule, in der er nicht nur Religionslehre, sondern auch Lesen, Schreiben und Rechnen im Slowakischen lehrte. Es hiess, dass die Studenten, die auch sangen und Instrumenten spielten, weiter am Gymnasium studieren konnten.

Der Propst Haško besorgte auch den Aufbau der Kirche in Trubín (sein Geburtsort) und Pobedím. Sein grösstes Werk war die Vollendung des Klosters und der Kirche für die Franziskaner in Beckov in Jahren 1692-1695. Der Klosterbau begann unter Franz II. Nadasdy, der in 1671 enthauptet wurde. Haško stattete auch die Pfarrenkirche in Beckov mit neuem Hauptaltar aus.

In 1690 gewann er eine ausserordentliche Funktion- er wurde Erzbischof von Nitra. Freiwillig verliess er Nitra nach einem Jahr. Er wollte zurück nach Nové Mesto, wo er sein Nistchen hatte, wie er die dortige Propstei nannte, und wo er seinen glücklichen Tod erwarten möchtete. Nach der Pestepidemie in 1694 liess er die Pestsäule an dem Stadtplatz bauen. Gepflogen vom Pater Matej Vankoviè, Jakub Haško starb am 19. Oktober 1695 im Gebäude der Präpositur um 11 Uhr. Er wurde in der Kirchenkrypt begraben. Viele bedeutende Persönlichkeiten, wie z. B. Delegaten des Kaisers Leopold, Erzbischofs von Esztergom, oder hugarischen Palatins, nahmen an seiner Grablegung teil. Eine umfangreiche Predigt wurde vom Präfekt des Kloster von Beckov, Pater Emanuel Hunka, gehalten.

Martin Medòanský

martin_mednansky_1897.jpg(10. 11. 1840 Divinka pri Žiline – 3. 11. 1889 Istebník, Trenèín)- slowakischer katholischer Priester, Dichter, Übersetzer und Publizist. Seine Eltern stammten aus landeigentümischen Familien- Vater ¼udovít Medòanský und Mutter Jozefína Nozdrovická aus Nozdrovice (1).
In Jahren 1851 – 1854 studierte er an dem piaristischen Gymnasium in Trenèín und dann Theologie in Nitra. In 1864 wurde er Priester. Er wirkte als Kaplan in Lietava, Rosina, Vysoká nad Kysucou, Bošáca und Zliechovce. In 1872 ersetzte er Ján Dualský an der Pfarre in Beckov und seine erfolgreiche Wirkung in der Rolle vom römisch-katholischen Priester dauerte vom 22. Februar 1872 bis zum 1. Mai 1891. Er befasste sich mit der Literatur, trug in die Zeitschriften, Kallender, Ausländerpresse in den USA und Polen bei. Er schrieb Predigten, Artikel über Geschichte, Liebesgedichte, als auch Gedichte mit der christlichen Thematik. Er übersetzte aus dem Polnischen, Hungarischen, Deutschen und Französischen. Er befreundigte sich mit manchen Persönlichkeiten des damaligen Kulturlebens. Er schenkte seine umfangreiche Bibliothek seinem Freunde ¼. V. Rizner. In 1876 publizierte er seine Poesie in Turèiansky Sv. Martin unter dem Pseudonym Poesie von Dušan Sáva Pepkin. Sein tschechischer Freund und Bewunderer Jan Halouzka schrieb und veröffentlichte in 1897 ein Büchlein mit dem Titel Martin Medòanský aus Medené. Ausser anderem erklärte er in seinem Buch, warum Medòanský in die Einsamkeit in Istebník ging- der Grund war seine Taubheit. In Istebník verbrachte er seine letzte Jahren bei seiner Schwester Jozefína Žambokréky. Er war stolz auf seinen Adelstitel. Für ihn war es ein Beweis, dass der Adel nicht der Grund des Entnationalisierung sein muss. Er benutzte auch das Pseudonym Martin Divinko-Svedernický. Eine Gedenktafel am Gebäude der römisch-katholischen Pfarre erinnert an seine Wirkung in Beckov.

Ladislav Mednyánszky

( 23. 4. 1852 Beckov – 17. 4. 1919 Wien), das berühmteste Landeskind von Beckov, Künstler von mitteleuropäischer Bedeutung, Realistmaler des Endes des 19. Jahrhunderts und Mitglieder der Barbizoner Schule, Philosoph und Forschungsreisender.

Leben
Er wurde am 23. 4. 1852 in Beckov in der Familie von Eduard Mednyanszky und Mária Anna Szirmayová geboren. Er verbrachte seine Kindheit unter dem Einfluss von seiner Oma Eleonóra, geb. Richert de Vhir (1798-1889). Nach dem Tod seines Grossvaters Baltzár Szirmay (1793-1856) erbten seine Eltern ein Schloss in Strážky na Spiši, wohin sich später die ganze Familie umzog. Vom Kindheit mag er Zeichnen- man sagt, dass er früher zeichnen als sprechen konnte. In Strážky wurde er von einer Erzieherin gelehrt. Sie studierte das Malen an der Akademie Düsseldorf. Er bildete sich bei Privatlehrern in Kežmarok aus- z. B. Antal Just (evangelischer Priester in Vrbové), oder Rudolf Weber, der später am Evangelischen Gymnasium in Budapest lehrte.
mednyanszky_laszlo_arckepe_222.jpgAuch der bekannte Maler Thomas Ender aus Wien besuchte Strážky. In Jahren 1862-1863 wirkte er in der Slowakei beim Graf Waldenstein und er wurde zum Ladislavs Fernlehrer- seine Mutter sandte Ender die Zeichnungen, die der Künstler bewertete.
Er absolvierte zwei letzten Klassen in Miskolc, wo er in 1871 am Gymnasium abituierte. Er sollte technischer Ingenieur werden, dafür reiste seine Familie nach Zürich ab. Dort wollte er an der Polytechnischen Schule studieren, sondern er nicht angenommen wurde. Aber er bildete sich privat aus. In 1871 hatte er rheumatisches Fieber, also die Familie musste sich nach Baden umziehen. Im Herbst fang er ein Vorbereitungschuljahr im Gebiet der Polytechnik an. Nach einem Jahr reiste er nach Kroatien zu der Erdödy Familie ab. Dort widmete er sich der Aquarell-Maltechnik. Die Eltern verstanden, dass er Künstler werden sollte. Sie erlaubten ihm an der Akademie in München zu studieren. Im November 1872 fang er im Atelier von Alexander Strähuber an, nach einem Jahr studierte er weiter bei Otto Seitz. Sein Stil war zu akademisch, was seine Begabung beschränkte. Die Reise nach Italien mit Eltern hatte einen grossen Einfluss auf ihn. Er traf die Entscheidung seinen Studiumsort zu wechseln. Das nächste Schuljahr 1874-1875 studierte er an École des Beaux Artes in Paris im Atelier von Isidor Pils. Nach dem Tod seines Lehrers in 1875 verliess er die Schule. Grösseren Eifluss auf ihn hatte sein Besuch der Barbizoner Künstlerkomunität während seines Aufenthalts in Frankreich. Diese Malerkolonie beeinflusste maßgeblich die Landschaftsmalerei in ganz Europa und Mednyanský verstand sich vor allem mit zwei Mälern- László Páal und Tivadar Felenci. Er kehrte sich nach Ungarn zurück, nach Strážky. Seine slowakische Heimat war ihm immer sehr nah.
beckovsky_kastiel_2.jpgIn 1880 wurde er vom ungarischen Tiefland im Gebiet von Szolnok berückt. In dortigen Pfühlen bekam er Malariafieber, er heilte sich in Trenèianske Teplice und in Strážky kam er zu Kräften. Er fand hier auch einen Schüler- Sohn des jüdischen Gastwirts, später auch ein Maler Ferdinand Nándor Katona (1864-1932).
Mednyanský kehrte sich nach Strážky nach dem Tod von seiner Mutter in 1883 zurück. Drei Jahren später begegnete er wieder den Tod, als der älteste Sohn seiner Schwester Margita Czóbelová starb. In 1895 starb sein Vater. Alle diese tragische Erreignisse wurden in seinen Zeichnungen und Gemälden ausgedrückt. Alle diese Jahre waren Strážky sein Lieblingsort, wo er spazieren gehen und malen konnte.
1231756253_408px-ladislav_mednyanszky.jpgSehr oft fuhr er nach Paris, Wien, Budapest, Beckov... Nach dem Tod seines Vaters in 1895 besuchte er Strážky nicht so oft, obwohl hier seine Schwester Miri mit ihrer Familie lebte. Er verbrachte mehr Zeit in Beckov, obwohl er in Wien und Pest seine eigene Ateliers hatte.
Nach dem Ausbruch des ersten Weltkriegs diente er als Kriegsschreiber für die Zeitung Budapesti Hírlap und im September ging er an die Kriegsfront in Galizien. Im Januar war er in Žilina, wo das militärische Presszentrum und ein von den ersten russischen Gefangenenlagern waren. Er zeichnete ständig- Porträts von Offizieren, Atmosphäre der Kämpfen, Lager, Krankenhäuser... Im Mai war er schon in Budapest, wo er sich seinen Zeichnungen und Gemälden widmete. Im Juni besuchte er Beckov und er arbeitete wieder. Er sollte seine Werke für die Ausstellung des Presszentrums in Wien vorbereiten. Am 31. Juli 1916 erlitt er eine leichte Verletztung und am 15. Mai 1917 wurde er mit dem Offizierskreuz vom Franz-Joseph-Ordnen dekoriert. Er gewann diese Auszeichnung für seine ausserordentliche Geschäftigkeit und seine Werken von exzeptioneller Qualität, die in der vordersten Front geschaffen wurden. Im Sommer 1916 und im Januar 1917 erschienen seine Gesudheitsproblemen. Trotzdem ging er an die italienische Front in Villach, wo er zum ersten Mal in dem Kriegskrankenhaus arbeitete. Am 18. August 1917 reiste er für zwei Wochen nach Beckov ab. Er verbrachte seine Zeit mit Lesen, Spaziergangen und Meditationen. Seine Lieblingsorte waren die Dorfflur, die Burg oder das Váh Gewässer. Seine Gesundheitskondition wurde schlechter, vom Oktober 1917 musste er sich seine Nieren im Krankenhaus in Wien heilen lassen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ging er in sein Atelier, wo er keine geeignete Lebensbedingungen hatte. Aus diesem Grund zog er sich zu seinem Freunde, Maler Gyula Kláber, um. Er war glücklich, weil er in aufgeheiztem Atelier arbeiten konnte. mednyanszky_zrucanina.jpg
Im Mai und Juni 1918 wurde in Budapest eine Kriegsausstellung veranstaltet. Im Museum der Bildenden Künste stellte seine Bilder auch Ladislav Mednyánsky aus. Auf dieser Austellung bewunderten die Besucher auch das Porträt von Mednyánsky in der Lebensgrösse, das von Nikolaus Schattenstein gemalt wurde.
mednyanszky_brana_beckovskeho_hradu.jpgMednyánsky ging im Urlaub nach Strážky. Er arbeitete fleissig an seinen unvollendeten Werken. Es tat ihm leid, dass er manche Gemälde nicht vollenden konnte, obwohl er die Technik vollkommen beherrschte. Nach dem Zerfall von der Österreich-Ungarischer Monarchie kehrte er sich nach Wien zurück. Er wohnte bei seinem Freund Gyula Kláber, wo er sich zu malen versuchte, aber seine Gesundheitskondition wurde immer schlechter. Er erlitt Hirnblutung und fühlte unerträgliche Schmerzen. Er starb am 17. April 1919 in der Pflege von Klabers Ehefrau. Zwei Tagen später wurde er um 15 Uhr auf dem Zentralfriedhof in Wien begrabt. Seine sterbliche Überreste wurden in 1966 auf das Friedhof Ceste Fiumei in Budapest übertragen.

Ján Ondrejoviè

janondrejovic.jpgJán Ondrejoviè, der Bahnbrecher des slowakischen Designs, Industriedesigner, wurde am 30. Januar in Beckov in der Familie von Štefan Ondrejoviè (1870-1959) und Anna Ondrejovièová (1895-1968) geboren. Nach der Absolvierung der Grundschule in Beckov absolvierte er die Ausbildung als Maschinenschlosser in der Maschinenwerke in Považská Bystrica. Von 1949 arbeitete er in Nové Mesto nad Váhom im Techna Unternehmen, der später VUMA (Forschungsinstitut für Mechanisierung und Automatisierung) genannt wurde. Neben dem Beruf absolvierte er eine Industrieschule und er vorbereitete sich auf die Kunstschule unter der Leitung vom akademischer Maler Juraj Krén, der in VUMA einen Kunstkreis leitete. Die Mittelschule für Kunst und Industrie in Uherské Hradište (Die Tschechische Republik) absolvierte er als spezielles Aufbaustudium. Im Rahmen des Studiums spezialisierte er sich auf Maschinen- und Werkzeugformierung. In VUMA arbeitete er als Designer der automatischen und halbautomatischen Mechanismen. Er war der Mitglieder vom Verein der bildenden Künstler. Er arbeitete auch im Gebiet der Miniaturarchitektur. Er war der Autor von einigen Patenten und Industriemodellen, die unter das Urheberrecht fielen. Das Institut für Industriedesign registrierte einige von seinen Werken. Er gewann Diploma für die besten Produkten im Gebiet des Maschinenbaus. In 1966 wurde seinem Kollektiv der Staatspreis gegeben und in 1972 gewann er den Nationalpreis.
Er war der Begründer vom technischen Design in der Slowakei. In damaliger Zeit war sein Werk bahnbrechend. Er konnte die Vernunft des Gestalters und die Handfertigkeit des bildenden Künstlers kombinieren. Seine Werke dienten als Müster für die nächsten Generationen der Designers in der Slowakei. Das europäische Level des tschechoslowakischen Design war das Verdienst von unserem Landeskind Ján Ondrejoviè.
Er starb am 28. Januar 1981 im Krankenhaus Trenèín an die Anfolgen eines Autounfalls. Nach 20 Jahren, am 8. Juli 2001, eine Gedenktafel wurde an seinem Haus enthüllt.
Ján Ondrejoviè war der Vater von Jana Soukeníková (1961), einer bildenden Künstlerin, die lebt und wirkt in Plzeò (Pilsen) und von Peter Ondrejoviè (1963), der ein bekannter Forschungsreisender und Bergsteiger ist.

Peter Ondrejoviè

p.ondrejovic_omo.jpgPeter „Becko" Ondrejoviè (16. 7. 1963), ein bekannter Bergsteiger und Forschungsreisender aus Beckov. Sohn des Designers Ján Ondrejoviè und Bruder der bildenden Künstlerin Jana Soukeníková, Vater von zwei Söhnen.
An dem Anfang seiner Lebensgeschichte war der Burgfels in Beckov, der zuerst den Bergsteiger, später den Organisatoren von Expeditionen formierte. Im Laufe der 80. Jahren absolvierte er bedeutende Erstbesteigungen in Tatra und Dolomiten. Während der Jahre 1985-1993 war er der Mitglieder von der Nationalmannschaft der Republik und seine Leistungen in Tatra und Alpen wurden fünf Mal als die „Beste Besteigung des Jahres" eingeschätzt. In 1992 absolvierte er seine erste Expedition zu mehreren Gipfeln der Anden, er reiste dabei eine Hälfte des südamerikanischen Kontinents und auch die Galapagen durch. In 1993 verlies er das Leistungsbergsteigen wegen der Nachfolgen eines Falls in den Felsen. Aber es hat ihm neue Horizonten geöffnet. Ein Jahr nach der Verletzung organisierte er die erste Expedition nach Venesuela mit dem Ziel die faszinierende verlorene Welt zu entdecken. Während des 5-monatlichen Aufenthalts im Südamerika bestieg er die Gipfel, floss die Flüsse herab und flog Gleitschirm. Vor allem sein Fliegen in damals ruhelosem Kolumbia war bahnbrechend. Wahrscheinlich war er der erste Mensch, der über das Territorium der Indianer im Santa Martha Gebirge flog, wo sehr unabhängige und misstraurische Arhuakos Indianer leben. Sein Gleitschirm erregte die Aufmerksamkeit der Indianer, mit den er eine erstaunliche Annnäherung von zwei Kulturen erlebte. In Jahren 1995-96 organisierte er eine lange Forschungsreise durch Australien, Indonesische Inseln, Malaysien und Thailand, dann andere Expedition nach Venesuela: zuerst in 1997 die erste Fahrt durch den Berg Auyán Tepuí. Der Ausflug war mit Abseilen vom höchsten Wasserfall der welt Salto Angel (979m) verbunden, ein Jahr später folgte die erste vollständige Fahrt durch jungfräulichen Teufels-Canon. In 2004 kam er zurück um die Geschichte von dieser faszinierenden Welt und drei Freunden zu verfilmen- so entstand der Dokumentarfilm Amazonia vertical von Pavol Barabáš. Ondrejoviè versuchte fast alle lateinamerikanische Staaten von Mexico zu Patagonie kennenzulernen. Er hat Südamerika mehr als 30 Mal besucht. Für den Hohepunkt seiner Reisen hält er die OMO Expedition nach Äthiopien, wo er mit der Hilfe von Pavol Barabᚠein interessanter Dokumentarfilm schuf. Dieser Film behandelt die schwierige Reise durch den wilden Fluss zu den ursprünglichen Stammgenossenschaften der afrikanischen Urzeit. Der Film Omo, die Reise in die Urzeit gehört zu den schönsten Werken von Pavol Barabáš. Nachdem unternahm er die Expeditionen nach West-Papua zu dem Kombai Volk (Naturmenschen der Steinzeit), zu den amasonischen Yanomami Indianer und dreimal kehrte er sich in die fast verlorene Welt der alten Afrika am Fluss Omo zurück.
Peter Ondrejoviè lernt unaufhörlich die Welt und Natur kennen. Gelegentlich absolviert er andere Expeditionen: Flussfahrt in Himalaya, ab und zu Kajak in den Alpen, Rafting, Paragliding und Trekking in Gebirgen der ganzen Welt, obwohl er die Krücken benutzen muss. Sie helfen ihm nämlich bei der grösseren Belastung. Eine spezielle Kategorie sind die Expeditionen in der entfernten Teilen der Wildnis. Diese Aufenthalte sind mit Naturbeobachtung verbunden. Es geht ihm auch um das Überleben unter den Bedingungen, aus der die Menschen hervorgekommen sind und die wir heutzutage zerstören, oder gefühllos zivilisieren. Er begann ähnliche Enthusiasten begleiten um sich mit seinen eigenen Erfahrungen zu verteilen. Das entwickelte sich in die Begründung der privaten Reiseagentur. Er veranstaltet Gespräche mit den Bewunderern nicht nur aus seinem Geburtsdorf, sondern auch aus der ganzen Slowakei. Dabei organisiert er verschiedene Ausstellungen und Präsentierungen z. B. während Beckov Festpielen. In 2013 organisierte er eine Fotoaustellung im Kulturhaus Nové Mesto nad Váhom und auch in Bratislava.

Stibor von Stiborice und Beckov

stibor_nmnv.jpg(um 1350 Sciborzice -1414 Buda)
In 2014 errinern wir uns in unserem Region an das 600. Jubiläum des Todes vom Herzog Stibor von Stiborice und Beckov. Der treue Ritter des Königs Sigismund von Luxemburg bekam für seine treue Dienste die Beckov Burg als eine der ersten Donationen. Stibor wahlte sich Beckov für seinen Hauptsitz aus. Aus diesem Grund benutzte er auch den Titel „von Beckov". Die Burg und das Dorf gewannen einen guten und sorgsamen Leiter und auch die Zuneigung des Königs. Der neue Herr baute die Burg um und modernisierte das Gebäude im gotischen Baustil. Drei Paläste, eine Kapelle mit dem Altar und der kostbaren Statue von Madonna, ein Burghof in der oberen Burg, neue Zisterne für Wasser und auch umgebaute wirtschaftliche Gebäude und ein Donjon... In der Vorburg gab es renovierte Kirche, Krankenhaus, wahrscheinlich auch ein Kloster und dabei manche andere Gebäude ausserhalb Beckov.
dscf8644.jpgStibor bekam Beckov am 16. 7. 1338 in Zvolen. Er benutzte den titel des Herren des ganzen Waagregions – Dominus totius fluvii Vagh. Während 28 Jahren vom Dienst bei dem König Sigismund von Luxemburg wurde er zu einem der reichsten Männer im Ungarn. Schon die ersten Donationen versicherten ihm seine Position im Land. Zuerst, am 25. 9. 1387 wurde er Hofmagister, Herzog von Galizien (Galizien, Lodomeria) und Gespan von Bratislava (1388, 1389-1402). Andere Donationen und Titel folgten in 1388. Ausser Beckov bekam er auch die Gaue von Trenèín und Banská Bystrica. Am 15. 1. 1389 erwarben seine Brüder Mikulᚠund Bichno den Barontitel. Sie bekamen Uhrovec, Holíè und Šaštín, in 1392 Èachtice, Dolný Kameò und Klátov. In 1394 folgte die Donation von Ostrý Kameò, Branè und Korlátka. In Jahren 1395 – 1401 war Stibor der Herzog von Siebenbürgen (Transsilvanien). Am 29. 10. 1403 gewann er das Erzbistum von Esztergom und die Egerische Diözese. Von 1408 gehörte er zu den Rittern des neubegründeten Drachenordnens. In Jahren 1409 – 1410 nahm er an Kämpfen von Polen gegen die deutschen Ritter teil. Zum zweiten Mal erwarb er Siebenbürgen (1410 – 1414).
dragon_order_insignia.jpgDie Zuneigung des Königs war das Ergebnis seiner Treue unter allen Umständen. Als der wahre Ritter stand er an der Seite des Königs und er schüzte die Königin auch in den Zeiten, als Sigismunds Krone unsicher war und die Königin Maria von Anjou in der Gefangenschaft von den rebellischen Magnaten war.
Stibor war der Herzog von Siebenbürgen, als Sigismund den Kreuzzug gegen die Türken organisierte. In den Kämpfen halfen ihm die Ritter aus Ungarn, Deutschland, Frankreich, Polen, Italien und England, insgesamt 35 000 Männer. Die christliche Armee unter der Leitung von Sigismund versammelte sich am 12. 9. 1396 bei Nikopolis. Am 25. 9. erlitten sie eine schwere Niederlage gegen die Kämpfer von Sultan Bajasid. Der König und manche Edelmänner entflohen zur Donau, wo sie von den venezianischen Schiffen erwartet waren. Die weniger glücklichen Ritter wurden entkleidet und enthauptet. Nur die reichsten Männer hatten die Möglichkeit für sich die Freiheit kaufen. Die Überlebten gewannen als Lohn den Besitz, zwischen ihnen war auch Stibor, dem der König alle Donationen bestätigte.
Eine Legende erzählt, dass Stibor den fliehenden König verteidigte, sondern er sich nicht einschiffen konnte, also er warf sich in die Donau und schwamm den Fluss in der Rüstung durch. Diese Geschichte wurde vom polnischen Kroniker Jan Dlugosz geschrieben, aber sein Held war der Ritter Svantoslav. 100 Jahren später wurde Svantoslav durch Stibor ersatzt und die Legende wurde geboren. Sie wurde von Alojz Medòanský im 19. Jahrhundert popularisiert.
zsigmond_nikapolyban.jpgAus den Donationsdokumenten wissen wir, dass Stibor zu Nikopol unter seiner eigenen Flagge und mit seiner eigenen Armee kam. Er schlug an der Seite von Türken kämpfenden Herzog Vlad Drakul nieder. Sigmund lobte Stibor für seine Tapferkeit: er kämpfte wie ein tapfer Wettkämpfer, die Todesgefahr nicht berücksichtigend. Er wurde schwer verletzt wenn ihn ein aus der Burg ausgeworfener Stein traff. Nach dem Königsbefehl kehrte sich Stibor nach Ungarn zurück um das Land zu verwalten. Reisend nach Heimat unterwarf er Vlad Drakuls Sitz. Vlad schwör schliesslich den Eid dem Könige.
stib666_jan_papai.jpgDie Ritter mussten immer den Tod erwarten. Es ist nicht überrraschend, dass sie den Ort ihrer letzten Ruhe durchgedacht hatten. Stibor wählte sich für sich und seine Familie das Kloster der Augustinianer in Nové Mesto nad Váhom aus . Leider, dieses Wunsch wurde nie erfüllt. Stibors Grabstein wurde in Székesfehérvár gefunden, an der Stelle der königlichen Basilik, die Nekropole von ungarischen Königen war. Die Stadt wurde von den Türken unterworfen und das Steinmaterial aus der Basilik und der Gräber wurde für die Verteidigungswerkbau benutzt. Einige Stücke des Grabsteins wurden in 1923 während der Ausgrabungen bei dem Tor in Buda (Ofen) gefunden. Sein Kopf wurde dann in den 70. Jahren des 20. Jahrhunderts gefunden. Der Grabsteinstorso aus einer privaten Sammlung ist im Museum vom Heiligen Stefan in Székesfehérvár ausgestellt.
Als Ausdruck von der Frommheit der mittelälterlichen Menschen diente ihnen die Aufbau von Häuser für Betagte (Štíbor in Skalica), Kirchen, Klöster und Kapellen. Auch Stibor liess eine Kapelle in der Beckov Burg bauen. Für diese Kapelle wurde eine neue Statue von Jungfrau Maria geschaffen.
beckovska_madona.jpgDie Holzplastik von Madonna in der Überlebensgrösse (185 cm) aus dem Altar der Burgkapelle gehört zu den grössten Meisterstücken der mitteleuropäischen bildenden Kunst im Rahmen der Gotik des 14. Jahrhunderts. Sie wurde in Tirol geschaffen und heute können wir sie in der Kirche in Koryèany im Mähren sehen.
Stibor und seine Ehefrau Dobrochna brachten die Statue von Madonna nach Beckov in 1388. Zuerst wurde sie auf dem Altar von der romanischen Kirche in Nové Mesto nad Váhom situiert und nach der Vollendung der Burgkapelleaufbau wurde sie in die Burg übertragen.
Die wunderbare Statue von Jungfrau Maria mit dem Kind genoss grosse Beehrung der Gläubigen. Der Propst Ján LukᚠÏorïoviè schrieb, dass Madonna Stibor und Dobrochna mit männlichen Nachkommen beschenkt hatte. Die Leute hielten die Jungfrau Maria von Koryèany für zauberhaft. Es gibt viele Zeugnissen der Gläubigen, den sie helfen sollte.

Jozef Miloslav Hurban

Einer der wichtigsten Vertreter des slowakischen nationalen Wiedergeburts im 19. Jahrhundert, Kodifikator der slowakischen Standardsprache, Schriftsteller, Publizist, Politiker, die leitende Persönlichkeit der Revolution 1848-49, der erste Vorsitzende des Slowakischen Nationalrat, lutheranischer Pfarrer.
jmhurban_1849_a.jovanovic.jpgLeben und Arbeit
Er wurde in Beckov in der Familie des lutheranischen Pfarrers Pavol Hurban geboren. Seine Mutter war Anna, geboren Vörös. Zuerst wurde er unter der Leitung seines Vaters ausgebildet, dann in Trenèín (1826-1830) in der lokalen Schule. In Bratislava studierte er am Evangelischen Lyzeum in Jahren 1830-1840. Hier lernte er ¼udovít Štúr kennen. Dank ihm begeisterte er sich für das slowakische Volk. Am 24. 4. 1836 nahm er an der Versammlung von der Štúr-Gruppe an der Devín Burg teil. Dort nahm er den Namen Miloslav an. Nach der Priesterweihe bekam er die Stelle von Kaplan in Brezová pod Bradlom und von1843 bis zu seinem Tod wirkte er als Pfarrer in Hlboké. Weiter studierte er in Deutschland, erwarb den Titel PhDr. und ThDr. h. c. Nach dem Tod von Karol Kuzmány war er von1866 als Superintendent der Evangelischen Kirche tätig. Er verheiratete sich mit Anna Jurkovièová, sie hatten 9 Kinder (5 Söhne und 4 Töchter)- Svetozár Hurban Vajanský, Vladimír Hurban, Konštantín Hurban, Božena Royová (Mutter des Dichters Vladimír Roy), Želmíra Mária Lorencová, ¼udmila Fejová, Bohuslav Hurban.
Jozef Miloslav Hurban war fast 50 Jahren einer der Hauptvertreter des slowakischen Kulturlebens: Kämpfer für die Rechte des slowakischen Volks, Revolutionär, Feind des hungarischen Chauvinismus, Bahnbrecher der slawischen Wechselseitigkeit. Er wurde auch als Landesverräter, Panslavist beschrieben. Aber er war auch Dichter, Schriftsteller, Herausgeber von Jahrbücher und Kirchenzeitschriften. Die Orte seiner Wirkung wurden zum Zentrum des Revolutionsgeschehen und des Kulturlebens. Er organisierte Teatheraufführungen, Sonntagsschulen, Vereine für Mässigkeit. Bis zum Jahre 1843 schrieb er in der biblischen tschechischen Sprache, später, nachdem er sich in Hlboké mit Štúr, Hodža und Ján Hollý traf, begann er den mittelslowakischen Dialekt zu benutzen, weil es als die Basis für die slowakische Standardsprache dienen sollte. Ein Jahr später gab er das Jahrbuch Nitra schon in der neuen slowakischen Sprache heraus. In 1844 wurde Mitglied des gesamtslowakischen Vereins für Literatur und Kultur, der Tatrín genannt wurde. In Revolutionsjahren 1848-49 organisierte er die nationale Revolutionsbewegung, beteiligte sich am Schreiben von Forderungen der slowakischen Nation , publizierte Revolutionsgedichte Die Freiheitsglocke klingt! und Brüder Slowakeier! Er wurde Vorsitzende des Slowakischen Nationalrats, des ersten politischen Organs der Slowakeier. Die hungarische Regierung erliess den Haftbefehl gegen ihn. Aus diesem Grund zog er nach Tschechien um. In Prag nahm an der Slawischen Versammlung und dem Prager Aufstand teil. Zusammen mit Štúr musste er nach Kroatien und Serbien abfahren. Er leitete den slowakischen Freiwillige, die an der Seite des österreichischen Kaisers kämpften. Nach der Erneuerung des Absolutismus war er unter Polizeiaufsicht. Er durfte nicht publizieren, er befasste sich mehr mit dem Studium von Theologie. Ende der 50. Jahren, nach dem Fall von Bachs Absolutismus, begann er wieder am literarischen und politischen Leben teilzunehmen. In 1861 trug er zum Memorandum des slowakischen Volks bei. Persönlich kam er nach Wien um das Memorandum vorzulegen. Er war auch der Mitbegründer von Matica Slovenská (Slowakische Stiftung). Er publizierte die Artikel Was uns die Geschichte lehrt und Das wahrhafte Wort, in den er gegen den Österreichisch-Ungarischer Ausgleich protestierte. Er musste 6 Monaten im Gefängnis verbringen und auch 239 Gulden als Bestrafung bezahlen. In 1875 verbrachte er wieder 3 Monaten im Gefängnis, weil er einen provokativen Artikel in Kirchenblätter publizierte. Im Jahrbuch Nitra 1876/77 protestierte er gegen die Schliessung von slowakischen Gymnasien und von Matica slovenská. Um die tschechoslowakische Einheit zu demonstrieren, schrieb er das Jahrbuch auf Tschechisch. In letzten Lebensjahren vollendete er die Biografie von ¼udovít Štúr, womit er den nationalen Wiedergeburt verstärken wollte. Er starb in Hlboké am 21. 2. 1888. Das dankbare Volk liess ihm in 1892 ein Denkmal bauen. Das Denkmal wurde durch eine öffentliche Geldansammlung finanziert. Zugang zu diesem Denkmal war ämtlich versagt, was auch für Hurbans Familie galt.

jmhurban_fara_1929_beckov.jpgAus dem publizistichen und literarischen Werk.
Hurban war der kampflustigste Publizist zwischen slowakischen Publizisten und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Er war schriftstellerisch in mehr als 20 Zeitschriften und Zeitungen in Österreich-Ungarn tätig, dabei schrieb er auch Artikeln für Kirchenzeitungen. Er benutzte Nicknamen wie z. B. Dr. H., J. M., J. L. Trenèiansky, ¼udovít Pavloviè, M. Z. Bohuslavíc, oder M. Selovský.
J. M. Hurban gab umfangreiches prosaisches als auch dichterisches Werk heraus: Trinkgläser von Korytnica, Vom Silvester zu den drei Königen, Hochzeit des großmährischen Königs, Slowakische Lehrlinge, ¼udovít Štúr I - IV, eine Biographie, Hochzeit des Grossmährischen Königs, Gottschalk, Der Quacksalber, Gegenwart und Bilder des Tatra-Lebens und viele andere. Sein Werk wurde in drei Auswahlen herausgegeben- in 1954: Vom Silvester zu den drei Königen, 1956 Lebensbilder, 1983 Werk I-II. Hurbans literarische Erbschaft ist im Archiv von Matica slovenská bewahrt.
Herausgeberische Aktivitäten
Almanach Nitra wurde zum ersten Mal in 1842 herausgegeben und dann unregelmäsig bis zum Jahre 1877. In Jahren 1846, 1847 und 1851 gab er Slowakische Ansichten zur Wissenschaft, Kunst und Literatur heraus. Ausserdem gab er auch Kirchenblätter und Missionärblätter heraus.

Dionýz Štúr

(2. 4. 1827 Beckov – 9. 10. 1893 Wien)
Das Landeskind aus Beckov, bekannter Naturwissenschaftler und Geologe, Direktor von der Geologischen Reichsanstalt in Wien, Begründer der modernen Geologie, Paläobotaniker, Botaniker und Geograf. In 1861 signierte er das Memorandum des slowakischen Volks.

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Leben Dionýz Štúr wurde am 2. April 1827 in Beckov in der Familie des evangelischen Lehrers Jozef Štúr und Johana Štúrová, geb. Riznerová, geboren. Er wurde als Dionysus Rudolphus Josephus Štúr getauft. Sein Vater war in der verwandtschaftlichen Beziehung mit ¼udovít Štúr. Er hatte ältere Geschwister, ¼udovít Jozef und Karol starben kurz nach ihrem Geburt und die Schwester Karolína starb kinderlos in 1848. Die Familie zog sich nach Vrbové und dann nach Modra um. In Modra studierte er an der Mittelschule. Dann studierte er am Lyzeum in Bratislava und in 1844 begann er das Studium von Polytechnik in Wien, wo er sich auch mit Mathematik, Fysik und Chemie befasste. Unter dem Einfluss vom Professor Wilhelm Haidinger (Mineraloge) und Professor Stephan Endlicher (Botaniker) erwuchs seine Interesse an Naturwissenschaften. Er war sehr begabt und arbeitslustig. In 1847 gewann er das Stipendium für das Studium an der Bergakademie in Banská Štiavnica. Nach dem Studium arbeitete er als Geologe in der neubegründeten Geologischen Reichsanstalt in Wien. In 1855 verheiratete er sich mit der östrerreichischen Deutscherin Cecília Artl. Ihre Ehe war kinderlos. Er widmete sich völlig der Arbeit, was ihm in seiner Karriere half. In 1863 wurde er Sektionsgeologe der Anstalt, in 1867 Bergverständige, in 1873 wurde er Hauptgeologe. In 1877 wurde er Vizedirektor der Geologischen Reichsanstalt und war von 1885 bis 1892 schließlich deren Direktor, was der Hohenpunkt seiner Karriere war. Der bedeutendste Geologe des Landes ging in Rente in 1892. Er starb am 9. Oktober 1893 in Wien, wo er auch begrabt wurde. Seine Ehefrau starb in Modra in 1895 und sie ist auch in Wien neben ihrem Manne begrabt. Dionýz Štúr hatte nie die eingeschränkte Verhältnisse, aus den er kam vergessen- in seiner lezten Wille hinterliess er 15 000 Gulden für das Studium von armen Studenten.kronika_obce_beckov_1939_ds.jpg
Arbeit
d.stur_beckov_1953.jpgDas Ergebnis der bahnbrechenden Forschungsaktivität von Dionýz Štúr war die Schaffung von den übersichtlichen geologischen Mappen von Österreich-Ungarn, für die er auf der Weltaustellung in London 1862 eine Goldmedaille gewann. Persönlich erforschte er die Umgebung Wiens, die Westslowakei, Mähren, Tirol, Kärnten, Kroatien, Siebenbürger... Er war ein anerkannter Wissenschaftler, der mehr als 300 wissenschaftlichen Werken schrieb. 49 von ihnen behandelte seine slowakische Heimat. Er hielt entweder persönliche, oder schriftliche Kontakte mit bedeutenden europäischen Wissenschaftlern der damaligen Zeit, wie z. B. Die Botaniker L. Haynald, A. de Candoll, Ch. Stevens, E. Purkyòe, Naturwissenschaftler Ch. Darwin, J. D. Hooker, Geologen und Paleontologen Ch. Lyell, J. Barrande, J. Krejèí, W. Haidinger, A. Friè, Geograf J. Palacký und andere

 

MikulᚠTóth,

der Sohn von Vavrinec, der Gaugraf von Tekov, die Burg wurde ihm von Ludwig I. (1342-1382) gegeben. In Jahren 1351-56 war er Herzog von Siebenbürgen und in 1356 der ungarische Palatin. In dem Donationsdokument aus dem Jahre 1348 wurde zum ersten Mal auch das Dorf Modrovka als alia Madro erwähnt. Mikulᚠhatte drei Söhne (Mikuláš, Bartolomej und Leukus). Er starb in 1367. Seine Söhne Mikulᚠund Bartolomej siedelten sich in der Burg in Ujlak (Ilok in Kroatien) an. Seine Witwe Klára lebte in Tematín bis zum Jahre 1406. Nach ihrem Tod die Söhne von Bartolomej erbten den Landbesitz.

MikulᚠÚjlaki,

der Sohn von Ladislav von Újlak. In 1421 beschützte er das Land vor den Hussiten und in 1434 vertrat er den König bei den Verhandlungen mit ihnen. In Jahren 1441-1446 war er Herzog von Siebenbürgen und Ban (Graf) von Slavonien und Matschwa. Er kämpfte heroisch auch gegen die Türken. Er hatte sehr wichtige Position in Ungarn auch unter der Regierung von Ladislav V. und Matthias Corvinus. In 1463 erwarb er den Titel König von Bosnien. Er starb in 1477.

Vavrinec Újlaki,

Sohn von MikulᚠÚjlaki, lebte in Ilok. Nach dem Tod von Matthias Corvinus unterstützte er seinen Sohn Johannes Corvinus, was seine gute Beziehung mit dem König Vladislav II. störte. Sie schlichteten ihren Konflikt erst in 1498. Sein Tod in 1524 beendete die 176-jährige Herrschaft des Geschlechts Újlaki in Tematín.

Alexej Thurzo

in 1524 wurde ihm Tematín von Ludwig II. als ein Pfand gegeben - das Dokument enthält Namen Themetwen und Kysmodroh. Im Mai 1526 nach der Schlacht bei Mohács, in der der ungarische König Ludwig II. starb, gab es zwei Kandidaten für den Thron- Ferdinand I. von Habsburg und Ján von Zapolya. Alexej war an der Seite von den Habsburgen und Zápo¾ský vereinigte sich mit den Türken. Die türkische Armee plünderte den Landbesitz, wo die Anhänger von Habsburgen lebten. Sie verbrannten den Landbesitz von Tematín und die Leute wurden als Sklaven abgeführt. Alexej Thurzo starb in 1534. Er hatte nur zwei Töchter, was Kämpfe um Alexejs Erbe verursachte. Die Konflikte endeten nach dem Tod von seiner Enkeltochter Anna Salmová in 1596. Die Enkelsöhne von Juraj Thurzo, der Alexejs älterer Bruder war, gewannen den Besitz.

Stanislav Thurzo

gewann den Landbesitz in 1614 als der letzte lebende von den Thurzo Gebrüdern. Er liess die Burg rekonstruieren, verbesserte die Bewaffung der Garnison, wozu er den Gewehrmann Angelo Ricciardi aus Italien eingeladen hatte. Er starb in Piešany in 1625, seine Tochter Eva starb in 1627, Sohn Adam in 1635 und Michal in 1636. Mit Michals Tod starb auch das ganze Geschlecht von Thurzo aus.

Graf MikulᚠBerèéni (Bercsenyi),

General, Gaugraf von Ung, Besitzer der Anteilen im Rahmen des Landbesitzes von Tematín und auch der Burg. Er wurde am 6. Dezember 1665 in Tematín geboren. Er starb in Türkei am 6. November 1725. Sein Vater baute das Schloss in Brunovce. Er war driemal verheiratet (mit Kristína Drugetová, Kristína Èákiová, Zuzana, Kosegiová). Aus seiner ersten Ehe hatte er den Sohn Ladislav, der später französicher Marschal wurde. Dank seiner Ehe mit Kristína Èákiová erhöhte er seinen Besitzanteil in Tematín. Er studierte am Jesuitenkolleg in Trnava und am Hof von Pavol Esterhazy. In Wien diente er in der Kaiserarmee und er nahm an den Kämpfen gegen die Türken teil. Er erwarb folgende militarische Ränge: 1685 Kapitän in Ša¾a, 1686 Kapitän in Segedin, später wurde er zum Oberst Befördert, 1688 – 1693 Vertreter des Kapitäns von Bergbaustädten, 1696 – 1697 Hauptkommisar in 13 Komitaten des oberen Ungarns.
640px-bercsenyi_miklos_vu.jpgSein Schicksal war mit dem Leben von Franz II. Rakoczy (Gaugraf von Šariš) verbunden. Sie vorbereiteten zusammen eine anti-habsburgische Verschwörung von 1698. Nachdem sie verraten gewesen wurden, floh Bercsenyi aus Brunovce nach Polen in 1701 (man sagt, dass er als ein Soldat bekleidet aus der Burg floh). Mit der Hilfe von Polen, Französen und Rakoczy vorbereiteten si die Rückkehr nach Ungarn in 1703. Auch die Untertanen von Berèéni schlossen sich der Aufstand an. Berèéni wurde Hauptgeneral der Aufständer und er erledigte die organisatorischen Aufgaben. In der Schlacht bei Trenèín wurden die Kuruzzen besiegt und der verletzte Graf floh aus dem Schlachtfeld. Er führte die diplomatischen Verhandlungen mit den Polen und Russen und in 1710 emmigrierte er nach Polen. Die Aufständer kapitulierten erst in 1711, aber Rakoczy und Berèéni lehnten die Amnestie des Kaisers Joseph I. ab und sie bevorzugten die Verbannung. In 1715 verlor Bercsenyi sein ganzes Vermögen. In 1716 verliess er Polen und ging nach Türkei, wo er die Kuruzzenarmee führte. In 1720 schloss er sich den Emmigranten in der Stadt Tekirdag an. In dieser Stadt fand er seinen Tod.

Stefan V.

(1270-1272), der Sohn vom König Belo IV.- in seinem Namen wurde die Burg von Ondrej verwaltet.

Michal- Ondrejs Sohn, in 1264 beschützte er die Burg für seinen Herren und späteren König Stefan V.

Matthäus Csak von Trenèín (Trentschin)

(gestorben 1321), der Herr von Waag und Tatra, die Burg gehörte zu seinem Besitz. Nach seinem Tod gehörte die Burg dem ungarischen König Karol Robert.